BOYKOTTIERT CHINA für unendliche Verbrechen an der MENSCHLICHKEIT !
SAGT NEIN ZU MASSENMORD !
Peking. China will die Tibet-Unruhen mit allen Mitteln möglichst schnell vor den Olympischen Spielen niederschlagen, die am 8. August dieses Jahres beginnen. Am Montag wurde Lhasa abgeriegelt. Polizisten durchsuchten Häuser in der Altstadt nach flüchtigen Tibetern. Der Zugang zu Klöstern wurde abgesperrt. Eine Verhaftungswelle hat begonnen. Mit scharfen Worten forderte der tibetische Gouverneur Qiangba Puncong alle Tibeter auf, die an den Ausschreitungen und Demonstrationen der vergangenen Woche teilgenommen hatten, sich bis Montag um Mitternacht freiwillig zu stellen. „Wer schwere Verbrechen begangen hat, wird hart bestraft“, warnte er. Wer sich freiwillig melde, könne „Milde erwarten“. Und wer andere denunziere, werde „noch milder“ behandelt. Aus „Sicherheitsgründen“ dürfen ausländische Besucher nun nicht nach Lhasa reisen, kündigte der Leiter des tibetischen Außenamtes, Ju Jianhua, an. Touristen, die in ihren Hotels ausgeharrt hatten, und ausländische Mitarbeiter von Hilfsorganisationen wurden zur Abreise aufgefordert. Nach Angaben der Regierung sind inzwischen 16 Menschen Opfer des Konfliktes geworden, Exil-Tibeter sprechen von 80 Toten.
„Ich kann nichts sagen“
Weil sie Angst hatten, dass ihre Telefone abgehört wurden, baten Tibeter: „Fragen Sie bitte nichts, ich kann nichts sagen.“ Mehrere Journalisten ausländischer Medien, die versuchten, in tibetische Gebiete zu reisen, wurden unterwegs im Bus oder Auto abgefangen und zurückgeschickt.
In Peking bestritten hochrangige Politiker, dass die bewaffnete Polizei Schusswaffen gegen die Demonstranten eingesetzt haben. Augenzeugen in Lhasa berichten hingegen, sie hätten gesehen und gehört, dass Uniformierte in den Straßen geschossen haben. Aus anderen tibetischen Orten – im nördlichen Gansu, in Qinghai und dem östlich von Tibet gelegenen Sichuan – drangen ebenfalls Berichte über protestierende Mönche und zum Teil gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Hunderte tibetische Studenten und Schüler seien auf die Straße gegangen und hätten die Rückkehr des Dalai Lama, der seit 1959 im indischen Exil lebt, gefordert, berichteten Exil-Gruppen.
Chinas Medien beschuldigten „die Dalai-Lama-Clique“ und eine „Verschwörung heimischer und ausländischer Unabhängigkeitskräfte“, hinter der Gewalt in Tibet zu stecken. Der Zeitpunkt sei absichtlich vor Beginn der Olympischen Spiele im Sommer gewählt. Die Zeitungen konzentrieren sich auf Berichte über Chinesen, die bei den Unruhen von Tibetern schwer misshandelt wurden.