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Die Würde des Menschen - DIE ANTASTBARE

Soviel wird gesagt zur WÜRDE DES MENSCHEN. Unser Grundgesetz preist sie in Artikel Nr.1 und erhebt sie als „unantastbar“ zur großen Überschrift über unserer Verfassung. Aber, die ketzerische Frage sei erlaubt, weiß überhaupt noch jemand, was das eigentlich ist, diese Würde des Menschen?

Schlimmer noch: Ist sie nicht längst zu einer Worthülse verkommen, über
die niemand mehr nachdenkt ?Wo ist die Würde der Menschen, die im Schutze der Nacht in ihren palästinensischen Dörfern von Israelischen Mördern wahllos umgebracht werden ? Wo ist die Würde der israelischen Kinder, die von einem palästinensischen Mörder und Fanatikerim Schulbus in die Luft gesprengt werden ?

Wo ist die Würde der Afghanen, die erst von den Russen, dann von saudischen Millionären,dann von Pakistan und schließlich von den USA um Leben und Existenz betrogen wurden ? Wo ist die Würde der Bundeswehrsoldaten, die dort in Afghanistan einen nicht existierenden Grundgesetzauftrag erfüllen und Deutschland in Asien verteidigen und womöglich dafür auch noch sinnlos sterben ?

Wo ist die Würde der serbischen Frauen und Kinder im NATO-Bombenhagel ?
Wo ist die Würde kroatischer, bosnischer, albanischer Frauen und Kinder in Vergewaltigung Elend und Tod ? Wo ist die Würde von Kriegsmoralisten, die Bomben auf serbische Kinder für „würdig und recht“ halten, auf irakische aber nicht ? Wo ist die Würde von Militärseelsorgern, die mit Gebeten und Segen die nächste Mannschaft auf den Flugzeugträgern fit machen, bevor sie auf Deck starten, um tausende umzubringen ? Heißt der Segen dann: „Dann mordet mal schön, mit Gottes Segen, Amen ?“ Wo ist die Würde eines Regierungsbeamten, der einen Menschen in ein Land abschiebt, in dem dessen Chancen zu leben gleich null sind ? Und wer fragt nach der Würde des Abgeschobenen ?

Wo ist die Würde eines Richters, der einen Ausländer verurteilt, dessen inziges Verbrechen es ist, nicht sterben zu wollen ? Seine Familie ernähren zu wollen ? Zu l e b e n ?? Und dieseVerurteilung in deutsch herbeizuführen, dass der Mann weder lesen noch verstehen kann ? Wo ist die Würde eines Gefängnisdirektors, der vollstrecken muss, obwohl er weiß, dass die
Unterbringung und das Urteil gegen Menschenrechte verstößt, nur weil es befohlen wurde ? ............. aus meinen Gedanken schrecke ich hoch, ich sitze im Gottesdienst einer Kirche. Passend zu meinen Gedanken murmelt die Gemeinde gerade teilnahmslos: „....und in Wahrheit ist es würdig und recht....“ Halt, halt möchte ich rufen, das ist doch das Thema: W a s ist würdig und recht ? Ist es würdig und recht, Menschen für Fehlverhalten einzusperren, ohne dann zumindest die Chance auf Veränderung für die Zukunft anzubieten? Ist es für einen Palästinenser „würdig und recht“, die Mörder seiner Frau und Kinder in die Luft zu sprengen und in Ermangelung der wirklichen Täter, gegen eine Rasse vorzugehen ?Ist es für einen Israeli würdig und recht, Menschen ohne Waffen mit Panzern, Bomben und Raketen anzugreifen, weil ein Fanatiker ihre Eltern oder Geschwister getötet hat und in
Ermangelung des wirklichen Täters gegen eine ganze Rasse vorzugehen ?<Ist es würdig und recht, wenn satte, wohlgenährte Abgeordnete einstimmig beschließen, dass für Arme die Zeiten noch ärmer und für Reiche die Zeiten noch reicher werden müssen ?

Ist es würdig und recht, wenn ein alter Mann in Rom auf dem Abendmahlstisch Christi eine rote Linie zieht und sagt: „Die Liebe Christi ist nur auf unserer Seite?“ Ist es würdig und recht, Völker mit faulen Kreditrückzahlungen zu knechten und deren Lebensgrundlagen zu zerstören, sich an ihren Rohstoffen zu bereichern und ihre Umwelt zu zerstören, um sich dann über wachsenden Terrorismus zu beklagen ?

IN WAHRHEIT IST ES WÜRDIG UND RECHT
– wenn Gefangene in aller Welt ihre Rechte in ihrer Landessprache erläutert
bekommen und niemals wegen Verletzungen von Freizügigkeit angeklagt werden.
Denn: uns allen gehört diese Erde nicht.
– Den Respekt vor dem Anderssein des Anderen zu zelebrieren, um Unterschiede
als gut und glückhaft bereichernd zu empfinden
– die Abschaffung von Waffen und Militär
– die Beseitigung von Grenzen und Ausgrenzung
– Unrecht mit Liebe zu begegnen
– WÜRDIG IST:
Wenn die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann (Hannover) sagt: „Ein Flüchtling ist nicht ein Asylbewerber, der auf Kosten anderer Menschen leben will, sondern ein BOTSCHAFTER WELTWEITEN UNRECHTES.“ Wir sollten
uns reich fühlen, solchen Botschaftern begegnen zu dürfen. Geehrt fühlen, dass sie in unserer Mitte bleiben wollen, denn nur bei Freunden sucht man Schutz und Schelter.


-Wie unendlich viel wir doch wissen -
-Wie unendlich wenig wir doch tun -

Dieser Text ist von: http://www.peraspera-international.de